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Blumengesteck

Bestattungsriten der westlichen Welt

Es gibt tausend Wege einen Menschen kennen zu lernen und mindestens ebenso viele von ihm Abschied zu nehmen.

In jedem Land der Erde und in jedem Kulturkreis gibt es unzählige Bestattungsbräuche. Natürlich müssen dabei die vom Staat vorgegebenen Richtlinien eingehalten werden.
Manche Bräuche werden vom Wunsch, den Toten zu respektieren, motiviert, während andere den Trauernden im Mittelpunkt sehen und ihm helfen mit dem Verlust umzugehen.

Muslime legen auch Wert auf eine islamische Beerdigung, wenn sie nicht sehr religiös sind.
Stirbt ein Muslim, so ist es Sitte, dass ihm wie bei der Geburt der Azan ins Ohr geflüstert wird. Das ist das Erste und Letzte, was ein Muslim hören sollte.
Der Leichnam wird nach dem Tod sofort gewaschen, wenn möglich, immer von den nahen Angehörigen. Danach wird er in ein weißes Tuch eingewickelt und nur mit einem Leichentuch umhüllt begraben. Abschließend wird ein Gebet gesprochen.
Das Grab ist so ausgerichtet, dass der Tote mit dem Gesicht Richtung Mekka liegt.

Die jüdische Tradition besagt, dass die Beerdigung eines jüdischen Menschen so schnell wie möglich erfolgen sollte.
Die Achtung gegenüber dem Verstorbenen gebietet dies, da nach einer mystischen Anschauung die Seele des Verstorbenen erst aufsteigen kann, wenn der Tote zur ewigen Ruhe gebracht wird.
Alle Toten werden - ungeachtet ihres Aussehens und ihrer Herkunft - in weiße Sterbekleider gehüllt und in einer einfachen Holzkiste beigesetzt.
Die Chewra Kadischa (heilige Bruderschaft) wäscht und bekleidet den Toten. Zur Bestattung wird eine Ansprache gehalten.
Worte aus den Psalmen werden zitiert, dann wird der Sarg ins Grab gelassen und die Trauernden werfen drei Schaufeln Erde auf den Sarg.

In den heutigen westlichen Gesellschaften gehören Totenwachen, Leichenzüge, Glockengeläut, eine religiöse Zeremonie und letzte Worte zu den Bestattungsriten.

Die Beisetzung mit militärischen Ehren folgt einem strengen Zeremoniel und häufig wird Salut geschossen.

In manchen Kulturen ist vorgeschrieben, dass sich die Familie des Toten für eine bestimmte Zeit absondert.